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Wunde Brustwarzen vom Stillen: Ursachen und die richtige Pflege

Wunde Brustwarzen vom Stillen: Ursachen und die richtige Pflege

 

hebamme vivian hält lächelnd ein baby

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Hebamme Vivian entstanden.
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Bereits bevor das Kind überhaupt auf der Welt ist, bereitet sich Dein Körper neun Monate lang auf das Stillen Deines kleinen Wunders vor. Trotzdem können die ersten Stillversuche für frisch gebackene Mamis schmerzhaft sein und besonders in der Anfangsphase für gereizte und wunde Brustwarzen sorgen. Auch wenn diese Schmerzen und anfänglichen Komplikationen oft nicht lange anhalten, ist es gut zu wissen, wie man wunde Brustwarzen in der Stillzeit richtig pflegt, um Schmerzen zu lindern und Infektionen vorzubeugen. Wichtige Informationen und hilfreiche Tipps rund um das Thema Stillen, wunde Brustwarzen sowie die richtige Pflege findest Du im folgenden Beitrag.

 

infografik brustwarzenpflege in der stillzeit

Die Brust: Aufbau, Veränderungen und Stillen

Bevor wir Dir näher erklären, wie es in der Stillzeit überhaupt zu wunden Brustwarzen kommt und wie man diese am besten behandeln kann, wollen wir einen Blick auf den Aufbau Deiner Brust und die Vorgänge beim Stillen werfen.

Aufbau der Brust mit Beschriftung der BestandteileDie Brust einer Frau besteht hauptsächlich aus Binde- und Fettgewebe, das die Brustdrüse umgibt. Die Brustdrüse gliedert sich in 15 bis 20 kleineren Drüsen, von denen sich jeweils die Milchgänge abzweigen. In den Brustdrüsen wird die Muttermilch produziert, die dann über die Milchgänge hin zur Brustwarze transportiert wird. Die Brustwarze, die beim Stillen den Kontaktpunkt für das Baby bietet, liegt in der Mitte des kreisförmigen Warzenhofs. Zudem befinden sich im Warzenhof die sogenannten Montgomery-Drüsen, die ein natürliches Öl produzieren. Hinter der Brust liegt der große Brustmuskel, der die Rippen bedeckt. Insgesamt ist die Brust durchzogen von Blutgefäßen, Nerven und Lymphgefäßen.

 

Bereits in den ersten Wochen der Schwangerschaft verändern sich die Brüste und der gesamte Körper bereitet sich auf das Stillen vor. Äußerlich ist das daran erkennbar, dass die Brust an Volumen zunimmt und praller wird. Im Inneren der Brust wird diese Veränderung durch die Zunahme des Drüsengewebes ausgelöst. Auch die Brustwarzen und der Brustwarzenhof werden größer und dunkler, was auf eine erhöhte Melatoninbildung zurückzuführen ist. Diese Pigmentierung dient dazu, dass das Baby die Brustwarzen beim Stillen besser findet. Eine weitere Veränderung des Brustwarzenhofs lässt sich an den Montgomery Drüsen erkennen, denn auch diese Drüsen werden größer und sichtbar. Wenn Du mehr über körperliche Veränderungen während der Schwangerschaft wissen möchtest, kannst Du Dir gerne diesen Beitrag durchlesen.

Durch das Hormon Prolaktin wird die Milchbildung angeregt, was bereits während der Schwangerschaft passiert. Wird das Baby nach der Geburt zum Stillen angelegt, wird durch das Saugen die Bildung des Hormons Oxytocin angeregt. Die Oxytocinbildung wird außerdem auch durch Hautkontakt gefördert. Aus diesem Grund ist Haut-zu-Haut Kontakt und das Bonding direkt nach der Geburt so wichtig. Dieses Hormon sorgt zudem auch für den sogenannten Milchspendereflex, was bewirkt, dass die Milch in den Mund des Babys abgegeben wird. Das Finden der Brustwarze wird dem Kind durch die glatten Muskelzellen erleichtert, die sich im Warzenhof und in der Brustwarze befinden und auf mechanische Reize reagieren. Durch den Mund des Babys werden die Muskeln stimuliert und werden steif, sodass das Baby die Brustwarzen besser umschließen kann.

 

Wenn die Brustwarzen beim Stillen schmerzen: Wie kommt es zu wunden Brustwarzen?

Vor allem bei den ersten Stillversuchen und in der Anfangsphase des Stillens kann es zu gereizten, wunden Brustwarzen kommen. Grund dafür ist, dass besonders in den ersten Tagen nach der Geburt Brust und Brustwarzen empfindlich sind, da sich das Gewebe durch den Milcheinschuss ausdehnt und stärker durchblutet wird. Bei den meisten Frauen kommt der Milcheinschuss erst zwei bis vier Tage nach der Geburt. Die Schmerzen in der Brust und den Brustwarzen treten allerdings schon vorher auf.

Gerade am Anfang werden Babys noch sehr oft angelegt, um den Milchproduktion zu fördern. Je öfter das Baby trinkt, desto schneller schießt die Milch ein. Somit kann es zudem sein, dass frisch gebackene Mamas bis zu 12-Mal am Tag stillen, was manchmal auch relativ viel Zeit in Anspruch nehmen kann und eine ungewohnte Belastung für die Brust darstellt. Hinzu kommt der Druck, der durch die Saugkraft des Babys entsteht und für den Körper ein ungewohntes Gefühl darstellt. Dass es in den ersten Tagen nach der Geburt also zur Reizung der Brustwarzen kommt und sich diese wund anfühlen, ist demnach völlig normal und kommt bei den meisten Frauen vor. Im Normalfall gewöhnen sich Mutter und Kind relativ schnell an die neue Situation und somit passen sich auch die Brustwarzen an das tägliche Stillen an. Falls die Schmerzen und das Wundheitsgefühl der Brustwarzen allerdings schlimmer werden oder länger anhalten, kann dies verschiedene Gründe habe.

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Wichtig: Wenn Du sehr starke Schmerzen hast oder Deine Blutwarzen rissig werden oder sogar zu bluten beginnen, solltest Du unbedingt Deine Hebamme um Rat und Hilfe bitten.

 

Weitere Ursachen für wunde, schmerzende Brustwarzen in der Stillzeit

 

Wunde Brustwarzen aufgrund der Stillposition

Infografik zum richtigen Anlegen des Babys beim StillenIn vielen Fällen kann die Stillposition ein Auslöser für schmerzende Brustwarzen und Probleme beim Stillen sein. Wenn das Baby nicht richtig liegt, kann es sein, dass nicht der gesamte Brustwarzenhof erfasst wird und nur an der Brustwarze gesaugt wird. Dadurch entsteht ein erhöhter Druck, weil sich die Saugkraft des Kindes nicht verteilen kann. Das richtige Anlegen ist demnach von großer Bedeutung für Mutter und Kind. Dabei sollte die Brustwarze auf den oberen Gaumen des Babys zielen, damit es die Brustwarze besser erfassen und gut daran saugen kann. Außerdem kann auch das zu schnelle Ablösen des Kindes von der Brust zu kleinen Verletzungen und Rissen führen. Achte also darauf, Dein Baby langsam und behutsam von der Brust zu lösen. Dabei kannst Du Deinen Finger zur Hilfe nehmen, indem Du ihn vorsichtig in den Mundwinkel Deines Babys schiebst, um das Vakuum zu lösen.

Eine gute Stillposition für die ersten Stillversuche ist die „intuitive Stillposition“ bei der das Baby bäuchlings auf der Brust liegt und sich die Mama entspannt zurücklehnt. Diese Position fördert den natürlichen Suchreflex der Kinder. Außerdem hilft auch Haut-zu-haut Kontakt, um zusätzlich die Oxytocinproduktion und damit die Milchbildung anzuregen.

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Tipp: Deine Hebamme oder auch eine Stillberaterin können dir Tipps zum Anlegen Deines Babys geben. Frage am Besten in den ersten Tagen nach, ob dein Baby richtig an der Brust anliegt, um frühzeitig möglichen Komplikationen vorzubeugen.

 

Zu viel oder zu wenig Milch als Grund für wunde Brustwarzen

Ein weiterer Grund für gereizte, wunde Brustwarzen kann der Milchfluss sein. Wenn zu viel oder zu schnell Milch aus deinen Brüsten austritt, kann es sein, dass dein Baby versucht, die Menge der Milch zu regulieren und auf deine Brustwarzen drückt. Dem Problem kannst Du entgegenwirken, indem Du vor dem Stillen ein bisschen Milch abpumpst oder aus Deinen Brüsten ausstreichst. Andersherum kann es auch sein, dass am Anfang noch nicht so viel Milch aus Deinen Brüsten kommt und Dein Baby deshalb stärker an Deiner Brustwarze saugt, um mehr Milch zu bekommen. In diesem Fall kannst Du versuchen, den Milchfluss durch eine sanfte Massage oder häufigeres Anlegen anzuregen.

Vasospasmen als Grund für schmerzende Brustwarzen

Bei Vasospasmen handelt es sich um Krämpfe in den Brustwarzen, die häufig nach dem Stillen auftreten. Diese Krämpfe werden durch das Zusammenziehen der Blutgefäße in der Brustwarze ausgelöst und können zu einem Ziehen oder sogar zu einem stechenden Schmerz führen. Auch kalte Luft oder Reibung können Vasospasmen auslösen. Daneben können ein Magnesium- oder Kalziummangel mögliche Gründe sein. Hier solltest Du Dich mit Deiner Hebamme oder Stillberaterin besprechen bzw. einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

Schmerzende Brustwarzen und die Anatomie des Babymundes

In manchen Fällen kann ein zu kurzes Lippen- oder Zungenbändchen des Babys die Ursache für Stillprobleme und wunde Brustwarzen sein. In diesen Fällen kann das Baby den Mund nicht weit genug öffnen und deshalb die Brustwarze mit dem Warzenhof nicht richtig erfassen. Dadurch kann es bei der Mutter zu Schmerzen kommen und bei dem Kind zu Frustration, weil es nicht genug Milch bekommt. Ein zu kurzes Zungen- oder Lippenbändchen muss von medizinischem Fachpersonal festgestellt werden. Allerdings kann es sein, dass dies bei den Vorsorgeuntersuchungen nicht direkt erkannt wird. Solltest Du also den Verdacht haben, dass Dein Kind ein zu kurzes Zungen- oder Lippenbändchen hat, solltest Du Deine Hebamme oder einen Deiner Ärzte und Ärztinnen ansprechen. Meist kann das Problem durch einen kleinen Eingriff behoben werden.

Anatomie der Brustwarze als Ursache für wunde Brustwarzen

Die Form der Brustwarze kann ebenfalls eine große Rolle spielen, wenn es um Probleme beim Stillen geht. Normalerweise sind die Brustwarzen nach außen gewölbt und erheben sich aus dem Brustwarzenhof. In manchen Fällen kann es allerdings auch sein, dass die Brustwarzen nach innen geformt sind. Dabei handelt es sich um sogenannte Schlupfwarzen, was meist eine genetische Ursache hat und oft auf verkürzte Milchgänge zurückzuführen ist. Die extremste Form der Schlupfwarze ist die Hohlwarze. Hierbei reagieren die Brustwarzen gar nicht mehr auf mechanische Reize und sind deshalb dauerhaft invertiert.

Beim Stillen haben die Babys deshalb Schwierigkeiten, die Brustwarze zu fassen und daran zu saugen, was schnell zu Frustration bei den Kindern führen kann. Zudem kann es beim Stillen zu einem Unterdruck in der Brust kommen, was besonders schmerzhaft sein kann. Hierbei kann es helfen, das Baby frühzeitig an die Brust anzulegen. Durch das Saugen des Babys können die Brustwarzen austreten und die Milchgänge gedehnt werde. Wichtig ist, dass die Brust noch nicht so prall ist, da die Brustwarzen dann leichter hervortreten können. Allerdings kann es ein bisschen dauern, bis die Brustwarzen elastisch genug sind, um vom Baby richtig und gut gefasst werden zu können.

Sollten sich die Brustwarzen nicht von alleine erheben oder es sich um Hohlwarzen handelt, kann am besten vorher ein beratendes Gespräch mit Deiner Hebamme oder einem Arzt oder einer Ärztin geführt werden. Manchmal kann es nämlich hilfreich sein bereits vor der Geburt mit der Behandlung von Schlupfwarzen zu beginnen. Mach Dir keine Sorgen: Auch für Frauen mit Schlupf- oder Hohlwarzen gibt es Lösungen zum richtigen Stillen.

Richtige Brustwarzenpflege: Was muss ich in der Stillzeit beachten?

Damit Deine wunden Brustwarzen schnell wieder heilen oder es gar nicht erst zu Irritationen kommt, kannst Du einige Tipps zur Pflege von Brustwarzen beachten. Von der richtigen Reinigung über die Pflege mit einer Brustwarzensalbe bis hin zu kleinen Tipps zur Linderung von Schmerzen und zur Wundheilung – wir verraten Dir, was Du wissen musst.

Richtige Reinigung von (wunden) Brustwarzen

Die richtige Reinigung von Brustwarzen ist enorm wichtig, um die Bakterienbildung zur vermeiden und somit Infektionen vorzubeugen. Brustwarzen sollten beim Duschen zum Beispiel nur mit Wasser gewaschen werden und nicht zusätzlich mit Seife. Viele Seifen sind fettlöslich und können dadurch die körpereigenen, natürlichen Öle und Fette entfernen, die wichtig sind für die Haut. So kann das Duschen mit einem fettlöslichen Shampoo dazu führen, dass das körpereigene Öl der Montgomery Drüsen abgewaschen wird. Dieses Öl ist allerdings wichtig für die Brustwarzen, da es sie mit Feuchtigkeit versorgt und sie schützt. Seifen und Duschgele können daher für zusätzliche Trockenheit sorgen und die Brustwarzen strapazieren.

Außerdem solltest Du Deine Brustwarzen nicht zu oft waschen. Auch vor und nach dem Stillen, ist das nicht notwendig. Die Bakterien auf Deiner Brust bieten sogar einen Vorteil für dein Baby, indem sie helfen können, das Mikrobiom im Darm Deines Babys zu entwickeln. Als Mikrobiom bezeichnet man die Gesamtheit aller wichtigen Bakterien und Viren im Darm, die als Verdauungshelfer agieren. Wenn nach dem Stillen noch ein paar Tropfen Muttermilch auf deiner Brustwarze zurückbleiben, kannst du diese einfach sanft einmassieren.

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Tipp: Falls Deine Brustwarzen ohnehin schon ein wenig gereizt sind oder die Haut empfindlich ist, lass sie am besten an der Luft trocknen oder tupfe sie nur ganz sanft mit einem weichen Handtuch ab, um sie nicht zusätzlich zu irritieren.

 

Viele Mamas verwenden während der Stillzeit Stilleinlagen, die die Brustwarzen sauber und trocken halten sollen, um so das Risiko einer Brustentzündung zu verringern. Gleichzeitig verhindern Stilleinlagen, dass sich Milchflecken auf der Kleidung abbilden. Damit die Stilleinlagen stets sauber und keimfrei sind, müssen sie regelmäßig gewechselt werden. Wie oft dies der Fall ist, hängt von dem Milchfluss der Frau ab. Bei starkem Milchfluss sollte häufiger gewechselt werden als bei geringem Milchfluss. Selbst wenn die Stilleinlagen den ganzen Tag trocken bleiben sollten, muss aber mindestens einmal am Tag gewechselt werden.

Durch die Wärme und Feuchtigkeit an der Brust können sich Bakterien optimal sammeln, was eine Infektion zur Folge haben kann. Zu viel Feuchtigkeit weicht die Brustwarzen zudem auf und begünstigt Irritationen oder auch kleine Verletzungen. Aus diesem Grund sollten Stilleinlagen saugfähig und atmungsaktiv sein, wie zum Beispiel die Stilleinlagen von sanosan. Auch das „Lüften“ von Brustwarzen ohne Kleidung und Stilleinlagen hilfreich sein, zu viel Feuchtigkeit und Bakterienbildung entgegenzuwirken.

In diesem Video zeigt dir Hebamme Vivien, wie du Stilleinlagen richtig einsetzt und was du außerdem noch beachten solltest:

Richtige Pflege von (wunden) Brustwarzen

Für die Pflege von Brustwarzen eignen sich Brustwarzensalben oder -cremes ausgezeichnet. Sie spenden den strapazierten Brustwarzen Feuchtigkeit, lindern Schmerzen oder Juckreiz und können bei der Wundheilung unterstützend wirken. Viele Brustwarzensalben sind speziell für stillende Mütter und müssen daher nicht von der Brust abgewaschen werden, wenn es Zeit zum Stillen ist. Trägt man die Salbe direkt nach dem Stillen dünn auf, ist sie auch meist bis zum nächsten Mal bereits eingezogen.

Allerdings muss man auch bei Brustwarzensalben einige Dinge beachten. Zum einen sollte man nicht zu viel davon verwenden und die Creme nicht zur Prävention einsetzten. Der Körper selbst produziert Hautfette und natürliche Öle, die die Haut schützen und pflegen. Verwendet man dauerhaft eine zusätzliche Salbe, produzieren die Talgdrüsen und Montgomery- Drüsen weniger bis keine körpereigene Fette. Auch bei der Wahl der Salbe sollte unbedingt auf die verwendeten Inhaltsstoffe geachtet werden. Insbesondere, wenn die Creme nicht abgewaschen werden muss und das Baby möglicherweise noch Reste davon aufnimmt, sollten Cremes verwendet werden, die auf kritische Inhaltsstoffe verzichten.

Hierbei eignen sich zum Beispiel Brustwarzensalben aus 100% natürlichem Lanolin. Lanolin wird auch als Wollwachs bezeichnet und schützt die Wolle von Schafen vor Schmutz und Regen. Es ähnelt der natürlichen Fettschicht der menschlichen Haut und ist dadurch als Pflegeprodukt besonders geeignet. Denn Lanolin wirkt nicht nur rückfettend, sondern unterstützt auch die hauteigene Schutzbarriere, hat eine entzündungshemmende Wirkung und ein geringes Allergiepotenzial. Ein weiterer Vorteil ist die Geschmacks- und Geruchsneutralität des Naturprodukts, wodurch Babys beim Stillen nicht irritiert werden, falls noch etwas von der Creme zurückbleibt.

Auch die Brustwarzensalbe von sanosan besteht zu 100% aus Lanolin und ist sehr gut verträglich für Mutter und Kind, da keine anderen Inhaltsstoffe wie Parabene oder Duftstoffe verwendet werden. Die gute Hautverträglichkeit wurde zusätzlich durch klinische Tests nachgewiesen.

Schmerzlinderung und Heilung bei wunden Brustwarzen

Hast Du bereits schmerzende oder rissige Brustwarzen? Dann kannst du ein paar Dinge tun, um dir Linderung zu beschaffen. Der erste Schritt bei gereizten Brustwarzen ist ziemlich naheliegend: eigene Muttermilch. Sie enthält die verschiedensten Mineralstoffe und Vitamine und versorgt Dein Baby mit allem, was es braucht. Das Beste für Dein Baby ist auch gut für Dich. Denn Muttermilch wirkt entzündungshemmend und fördert die Wundheilung. Bei wunden Brustwarzen kannst Du also einfach die restlichen Tropfen deiner Muttermilch nach dem Stillen sanft einmassieren. Natürlich kannst Du auch vor dem Stillen oder zwischendurch ein paar Tropfen Deiner Muttermilch auf Deine Brust geben, um die Heilung zu unterstützen.

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Tipp: Muttermilch hilft durch die antibakterielle Wirkung generell gegen kleine Wunden oder Hautirritationen und kann zum Beispiel auch bei einem gereizten Baby-Popo, Juckreiz und spröden Lippen helfen.

 

Bei gereizten Brustwarzen können auch Hydro-Pads helfen, die Schmerzen in der Brust zu lindern, indem sie den wunden Bereich kühlen und gute Heilungsbedingungen für die irritierte Haut schaffen. Wenn man die Pads vor der Anwendung eine Stunde in den Kühlschrank legt, wird der Kühleffekt sogar noch verstärkt. Aber auch Wärme kann bei Irritationen helfen, nämlich in Form von Brustwarzen-Kompressen aus warmem Wasser oder Schwarztee. Schwarzer Tee kann dabei allerdings einen bitteren Nachgeschmack auf Deiner Brust hinterlassen, was Dein Baby wahrscheinlich nicht sehr gerne mag. Außerdem sollten die warmen Kompressen nicht direkt vor dem Stillen verwendet werden. Durch die Wärme wird die Durchblutung in den Brustwarzen angeregt, was sie noch schmerzempfindlicher machen kann. In jedem Fall sollten die Kompressen genau wie Stilleinlagen regelmäßig gewechselt werden, um die Bakterienbildung zu vermeiden.

Ein Brustwarzenschutz, den Du in den Stillpausen anlegen kannst, verhindert außerdem, dass deine Brustwarzen an der Kleidung reiben und die empfindliche Haut dadurch noch stärker gereizt wird. Es gibt ganz verschiedene Arten von Brustwarzenschutz, die in verschiedenen Materialien oder Formen erhältlich sind. So gibt es zum Beispiel einen elastischen Schutz, der die ganze Brust abdecken kann oder kleine Metallhütchen speziell für die Brustwarzen. Spezielle Silberhütchen pflegen und beruhigen die gereizten Brustwarzen dabei noch zusätzlich.

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Tipp: Auch mit der richtigen Kleidung kannst du die Heilung deiner Brustwarzen unterstützen. Baumwollwäsche ist leicht und reizt die Brustwarzen weniger. Außerdem sind Baumwollstoffe luftdurchlässiger, was gut ist für die Wundheilung.

 

Neuerdings werden in manchen Krankenhäusern Laser-Therapien bei wunden Brustwarzen angeboten. Es handelt sich dabei um eine Low-Level-Laser-Therapie, bei der die Durchblutung gefördert wird, der Stoffwechsel angekurbelt wird und Schmerzen gelindert werden. Die Laserbehandlung unterstützt die eigene Wundheilung und wirkt entzündungshemmend und abschwellend. Die schmerzfreie Therapie dauert nur wenige Minuten und kann zwischen einer bis fünf Behandlungen variieren. Am besten fragst Du bei Deiner Hebamme nach, ob eine Laser-Therapie in Deinem Fall sinnvoll sein kann und wo dies angeboten wird.

Vergiss nicht:

Auch wenn es anfangs zu Schmerzen oder Problemen beim Stillen kommen sollte ist es wichtig, dass Du Dich deshalb nicht verrückt machst. Es ist völlig in Ordnung und sogar gut nach Hilfe zu fragen und Dir Tipps bei Deiner Hebamme abzuholen. Sowohl für Dich als auch für Dein Baby ist die Situation zunächst ungewohnt und neu, weshalb es völlig normal ist, dass ihr Zeit braucht, um euch an das Stillen zu gewöhnen und euch aufeinander einzustellen. Du wirst sehen, egal welche Lösung ihr für euch findet, schon bald seid ihr ein eingespieltes Dream-Team!

 

 

 

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