Der vierte Schwangerschaftsmonat

Der vierte Schwangerschaftsmonat

 

hebamme vivian hält lächelnd ein baby

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Hebamme Vivian entstanden.
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Glückwunsch! Das erste Schwangerschaftstrimester ist überstanden und das zweite Trimester beginnt mit der 13. SSW. Der vierte Monat selbst umfasst die 13. bis 16. Schwangerschaftswoche. Frühe Schwangerschaftsbeschwerden wie die Übelkeit verschwinden meist fast komplett, das Risiko einer Fehlgeburt sinkt, man fühlt sich wieder energiegeladener und der Bauch fängt endlich an zu wachsen. Falls es noch nicht passiert ist, ist jetzt der Zeitpunkt, die tollen Neuigkeiten mit Familie und Freunden zu teilen.

 

Entwicklungsstadium des Babys zwischen der 13. und 16. Schwangerschaftswoche

Auch zwischen der 13. und 16. SSW wächst der Fötus immer weiter. Am Ende des 4. Schwangerschaftsmonats ist er zwischen 10 und 12cm groß und wiegt etwa 90 Gramm. Vergleichbar ist dies etwa mit einer Avocado. Die Körperproportionen bilden sich von Woche zu Woche weiter aus: Rumpf, Arme und Beine wachsen, während der Kopf im Verhältnis nun etwas langsamer an Größe zunimmt. Alle wichtigen Organe sind während dieser Zeit schon ausgebildet und vor allem Leber, Herz und Niere machen sich zunehmend für das Leben außerhalb der Gebärmutter einsatzbereit. Zum Ende des 4. Schwangerschaftsmonats wird der Körper vollständig durch das Lanugohaar sowie Käseschmiere bedeckt.

Die Lanugobehaarung dient, gemeinsam mit der Käseschmiere, dem Schutz der Haut vor saurem Fruchtwasser. Die Käseschmiere beschreibt eine fettige Substanz, die von den Talgdrüsen der Haare produziert wird. Die Lanugobehaarung trägt dazu bei, dass die Käseschmiere am Körper haften bleibt. So wird die Haut vor dem Aufweichen durch das Fruchtwasser geschützt. Mit der Entwicklung der Käseschmiere ist die Lanugobehaarung ein wichtiger Bestandteil der Haut des Fötus und dient zu dessen Schutz vor Vibrationen, Schall und Druck.

Dein Baby fängt außerdem an, Berührungen, Geräusche und Stimmen wahrzunehmen. Die Plazenta – auch Mutterkuchen genannt – ist nun zu voller Funktion gereift und versorgt den Fötus mit Sauerstoff und Nahrung. Manche Schwangere können am Ende des 4. Schwangerschaftsmonats sogar schon zum ersten Mal die Bewegungen ihres Babys spüren.

 

 

Symptome und körperliche Veränderungen der werdenden Mama

Eines der wohl häufigsten Schwangerschaftssymptome im 1. Trimester, die Morgenübelkeit, endet oft plötzlich mit dem Beginn der 13. SSW.  Falls die Morgenübelkeit weiterhin anhält, solltest du mit deiner Frauenärztin darüber sprechen. Auch die Energie und der Wunsch nach Aktivität kehren schlagartig zurück. Moderater Sport oder viel Bewegung an der frischen Luft machen den Kopf frei, heben die Stimmung und bereiten perfekt auf die Geburt vor. Unser Beitrag Sport in und nach der Schwangerschaft erklärt dir genauer, warum regelmäßige Bewegung während der Schwangerschaft wichtig ist.

Die Gewichtszunahme durch die Schwangerschaft beträgt im 4. SSM etwa 1,5 bis 2,5 Kilo. Durch die wachsende Gebärmutter wird es nun schwer, die Schwangerschaft weiter zu verbergen, da dadurch der Bauch immer mehr wächst. Die Gebärmutter fordert auch mehr Platz innerhalb des Körpers, wodurch oft ein leichtes Ziehen oder Zwicken im unteren Bauchraum entsteht. Durch leichte und bequeme Hosen kann man den Bauchbereich entlasten und das unwohle Gefühl reduzieren.

Bei manchen Frauen treten erste Dehnungsstreifen auf, die durch eine geeignete Pflege, wie z.B. durch die regelmäßige Anwendung eines Dehungsstreifen-Minimierer reduziert werden können.

 

 

Das Geschlecht ist erkennbar

Ab der 13. Schwangerschaftswoche ist es möglich, das Geschlecht deines Babys während einer Ultraschalluntersuchung zu erkennen. Allerdings ist die Geschlechtsdiagnostik davon abhängig, wie das Baby liegt oder sich bewegt und ob es sein Geschlechtsteil zeigt.

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Möchte man das Geschlecht sicher erfahren, so kann durch den sogenannten NIPT (Nicht-Invasiver Pränatal Test) ab der 12. SSW anhand einer Blutprobe das Geschlecht bestimmt werden.

 

 

 

Die Plazenta

Wusstest du, dass sich während der Schwangerschaft ein neues Organ im Körper einer Frau entwickelt?

Die Plazenta (auch Mutterkuchen genannt) entwickelt sich aus der Keimblase, die bei der Befruchtung der Eizelle entsteht. Die Keimblase nistet sich normalerweise an der Hinterwand der Gebärmutter ein und versorgt den Fötus mit lebenswichtigen Stoffen während der Schwangerschaft. Außerdem produziert diese Hormone, die für den Erhalt der Schwangerschaft essentiell sind. Der Fötus und die Plazenta sind durch die Nabelschnur miteinander verbunden. Der Austausch von Nähr- und Abfallstoffen findet in der Plazenta statt. Die Plazentaschranke sorgt dafür, dass nicht alle Stoffe zum Baby bzw. zur Mutter gelangen.

Die Plazenta wird von 80 bis 100 Blutgefäßen durchzogen und hat einen Durchmesser von etwa 20 cm und ist rund 500 Gramm schwer am Ende der Schwangerschaft.

Mit der sogenannten Nachgeburt stößt man das Organ wieder aus. In dieser letzten Phase der Entbindung hältst du dein Neugeborenes schon im Arm und wahrscheinlich wurde bereits die Nabelschnur durchtrennt. Die dann einsetzenden Nachgeburtswehen führen dazu, dass sich die Plazenta von der Gebärmutterwand löst. Anschließend wird die Plazenta von einer Hebamme untersucht, da wichtig ist, dass man das komplette Organ ausstößt. Die Plazenta darf nach Wunsch mit nach Hause genommen werden oder sie wird vom Krankenhaus entsorgt.

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