Schwangere Frau hält sich Kuscheltier an ihren Babybauch

Der zehnte Schwangerschaftsmonat – Hallo kleines Wunder!

Der zehnte Schwangerschaftsmonat – Hallo kleines Wunder!

 

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Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Hebamme Vivien entstanden.

 

Jetzt heißt es Kraft tanken, Ruhe genießen und die letzten Tage Zweisamkeit noch einmal bewusst wahrnehmen. Du bist jetzt in den letzten Wochen Deiner Schwangerschaft angekommen und damit offiziell im zehnten Schwangerschaftsmonat. Denn entgegen der im Alltag gebräuchlichen Aussage, Frauen seien neun Monate schwanger, sind es im Normalfall tatsächlich 40 Schwangerschaftswochen und damit zehn Monate. Wie entwickelt sich Dein Baby in den letzten Zügen der Schwangerschaft, was passiert mit Deinem Körper und an was solltest Du jetzt noch denken? Das alles erfährst Du in diesem Beitrag.

 

Wie entwickelt sich Dein Baby im zehnten Schwangerschaftsmonat?

Infografik zum Wachstum des Babys im zehnten Schwangerschaftsmonat

Bist Du in der 37. Schwangerschaftswoche angekommen, ist das Baby fast vollständig entwickelt und bereit für ein Leben außerhalb des schützenden Bauchs. In den letzten Wochen wird es nur noch wenige Zentimeter an Größe gewinnen, dafür aber mehr Gewicht zulegen. Das Baby wächst im zehnten Schwangerschaftsmonat ca. drei bis vier Zentimeter auf eine ungefähre Größe von 51 Zentimetern heran. Zudem legt das Baby ungefähr nochmal 500 Gramm an Gewicht zu, womit es in der 40. Schwangerschaftswoche ca. 3400 Gramm wiegt. In dieser Zeit legt das Baby vor allem an Fettreserven zu. Diese machen bei der Geburt rund 15 % des Körpergewichts aus und sind wichtig, damit das Neugeborene später seine Körpertemperatur halten und regulieren kann. Auch die Lunge ist vollständig ausgereift und bereitet sich auf den ersten Atemzug vor.

Kurz vor der Geburt hat das Baby immer weniger Platz im Bauch und kann sich daher auch nicht mehr so frei bewegen. Im zehnten Schwangerschaftsmonat kann es daher sein, dass die Bewegungen und Aktivitäten des Babys abnehmen. Die meisten Babys schlafen in dieser Zeit viel und sammeln Kraft für die Geburt. Wenn Dein Baby sich in den letzten Schwangerschaftswochen weniger bewegt, ist das also erstmal kein Grund zur Beunruhigung, sondern meist völlig normal.

 

Position des Babys im zehnten Schwangerschaftsmonat – Beckenendlage oder Schädellage?

Infografik zu Beckenendlage und Schädellage als Geburtspositionen des Babys

Im besten Fall befindet sich das Kind nun in der Schädellage. Das bedeutet, dass das Köpfchen des Kindes nach unten zeigt und sich in das Becken der werdenden Mama abgesenkt hat. Die Schädellage gilt als optimale Geburtsposition des Kindes. Falls dies noch nicht der Fall sein sollte und das Baby sich im zehnten Schwangerschaftsmonat noch in der Steiß- oder Beckenendlage (mit dem Köpfchen nach oben) befindet, ist der optimale Zeitpunkt für eine Wendung in der 38. Schwangerschaftswoche.

 

Äußere Wendung bei der Beckenendlage

Hierbei gibt es beispielsweise die Möglichkeit der äußeren Wendung durch den Frauenarzt/ -Ärztin. Die äußere Wendung wird in den meisten Fällen ambulant im Krankenhaus durchgeführt. Bevor die äußere Wendung durchgeführt wird, checkt ein Arzt oder eine Ärztin die Voraussetzung hierfür: genaue Lage und Größe des Kindes, die Menge des Fruchtwassers und die Lage der Plazenta.

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WICHTIG: Während die äußere Wendung durchgeführt wird, werden die Herztöne des Kindes und die Wehentätigkeit der Mama stetig überwacht, um sicherzustellen, dass es Mama und Kind gut geht.

Bei der Durchführung der äußeren Wendung übt ein Arzt oder eine Ärztin Druck auf den Unterbauch der werdenden Mama aus und versucht dadurch, den Po des Babys anzuheben und zur Drehung zu animieren. Gleichzeitig wird der Kopf des Kindes ertastet und ebenfalls zur Wendung geführt. Meistens dauert die erfolgreiche Wendung unter fünf Minuten. Anschließend wird die werdende Mama noch zur Beobachtung im Krankenhaus behalten.

Ist eine äußere Wendung schmerzhaft?

Bei der äußeren Wendung muss eine gewisse Kraft auf den Unterbauch der werdenden Mama ausgeübt werden, um das Kind zu drehen. Dies kann ein unangenehmes bis schmerzhaftes Druckgefühl auslösen. Du musst jedoch keine Angst vor der äußeren Wendung haben. Zum einen steht Dir die ganze Zeit ein Ärzte- und Hebammenteam zur Verfügung, die Dich und Dein Baby überwachen. Und zum anderen kannst Du die äußere Wendung jederzeit abbrechen, wenn es Dir zu viel oder zu schmerzhaft wird.

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TIPP: Eine Wendung ist außerdem nicht zwingend notwendig. Auch ein Kaiserschnitt oder in manchen Fällen eine Geburt in Beckenendlage sind möglich. Was für Dich und Dein Baby am besten ist, besprichst Du ganz individuell mit Deiner Hebamme, beziehungsweise mit Deinem Frauenarzt oder Deiner Frauenärztin.

 

 

Was gibt es als werdende Mama im zehnten Schwangerschaftsmonat zu beachten?

Die Vorfreude auf Dein Kind steigt mit jedem Tag mehr und bei der ein oder anderen vielleicht auch die Vorfreude auf das Ende der Schwangerschaft? Ganz egal, ob Du es geliebt hast schwanger zu sein oder Dich darauf freust Deinen Körper bald wieder für Dich alleine zu haben – beides ist vollkommen normal. Die meisten Frauen gebären zwischen 38. und 40. SSW – tatsächlich kommen nur vier Prozent der Babys am errechneten Geburtstermin zur Welt. Im zehnten Schwangerschaftsmonat kann es also jederzeit soweit sein. Dass sich Dein Körper mehr und mehr auf die Geburt vorbereitet, kannst Du an einigen Anzeichen erkennen.

 

Vormilch oder Kolostrum – was ist das?

In den letzten Wochen vor der Geburt kann es sein, dass Du ein Spannungsgefühl in den Brüsten empfindest oder auch schon den Abgang von ein paar Tropfen Vormilch bemerkst. Die Vormilch wird auch Kolostrum genannt. Sie ist sehr nährstoffreich und proteinhaltig und wird in den Tagen vor und kurz nach der Geburt produziert. Die Vormilch ist etwas dickflüssiger und weist meist eine gelbliche Farbe auf. Du musst Dir keine Sorgen machen, wenn Kolostrum bereits während der Schwangerschaft austritt – daran erkennst Du, dass sich Dein Körper auf das Stillen vorbereitet. Dies kann aber auch schon ab der 16. SSW passieren, da hier die Kolostrumproduktion beginnt.

 

Schleimpfropf und Zeichnungsblutungen – was gibt es zu beachten?

Vorwehen und Senkwehen kommen Dir bereits aus dem neunten Schwangerschaftsmonat bekannt vor. Und auch das ein oder andere Zwicken im Rücken- oder Bauchbereich ist nichts Neues. Was können nun aber erste Anzeichen dafür sein, dass sich der Körper auf die Geburt vorbereitet?

Wenn Dein Baby bereit ist das Licht der Welt zu erblicken, schickt Dein Körper Signale in Form von Hormonen, wie zum Beispiel Prostaglandine. Diese Hormone sorgen unter anderem dafür, dass sich der Schleimpfropf löst. Ein Hinweis darauf, dass sich der Schleimpfropf vor der Geburt löst, ist zum Beispiel vermehrter Ausfluss und abgehender Schleim, der auch mit ein wenig Blut durchzogen sein kann. Die Farbe des abgehenden Schleimpfropfs kann dementsprechend weißlich bis bräunlich oder auch blutig aussehen.

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WICHTIG: Mach Dir keine Gedanken, wenn Du den Abgang des Schleimpfropfs nicht bemerkst. Bei manchen Frauen ist die Menge sehr gering oder tritt nur als vermehrter Ausfluss und Schleim ohne Blut auf. Auch das ist völlig normal.

 

Bei dem Schleimpfropf handelt es sich um einen besonders zähen Schleim, der verhindert, dass Bakterien in die Gebärmutter gelangen. Er hat über die Schwangerschaft hinweg den Muttermund verschlossen. Der Abgang des Schleimpfropfs macht sich durch zähen Schleim der mit eventuell etwas Blutfäden bemerkbar.

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WICHTIG: Wenn es zu länger anhaltenden oder stärkeren Blutungen kommt, die eventuell sogar schmerzhaft sind, solltest Du Deinen Frauenarzt oder Deine Frauenärztin kontaktieren kontaktieren bzw. direkt im Kreißsaal vorstellig werden. Generell gilt, wenn Du ein mulmiges Gefühl hast oder sich Unsicherheit ausbreitet, zögere nicht nachzufragen!

 

 

Der Blasensprung – jetzt geht’s los!

Ein deutliches Anzeichen dafür, dass die Geburt bevorsteht, ist der Blasensprung, also wenn die Fruchtblase platzt. Die Fruchtblase umgibt das Baby während der gesamten Schwangerschaft und wächst mit ihm mit. Wie auch der Schleimpfropf, schützt sie das Kind vor Infektionen und Bakterien.

Der Blasensprung kann sich durch einen schwallartigen Abgang des Fruchtwassers bemerkbar machen – muss er aber nicht. Die Flüssigkeit kann auch tröpfchenweise austreten. In beiden Fällen lässt sich das Fruchtwasser bei einem Blasensprung allerdings nicht zurückhalten.

Wenn die Fruchtblase platzt, ist das zwar ein klarer Hinweis dafür, dass die Geburt eingeleitet wird, es ist allerdings kein Grund für Nervosität. Der Blasensprung bedeutet nicht, dass Du direkt in die Klinik musst. Solange Du Dich gut fühlst und noch keine regelmäßigen Wehen auftreten, kannst Du auch zuhause bleiben. Mehr Infos dazu, wann Du in die Klink musst oder zu anderen Fragen rund um die Geburt, findest Du in diesem Beitrag.

 

Woran solltest Du im zehnten Schwangerschaftsmonat noch denken?

Die Vorsorgeuntersuchungen finden im zehnten Schwangerschaftsmonat normalerweise weiterhin alle zwei Wochen statt. Erst ab der 41. SSW bzw. ab deinem errechneten Termin erhört sich der Rhythmus. Ab diesem Zeitpunkt hast Du wahrscheinlich alle zwei Tage einen kurzen Check-up und Untersuchungstermin bei Deinem Frauenarzt oder Deiner Frauenärztin.

Wichtig ist jetzt vor allem viel trinken! Durch das erhöhte Blutvolumen und die Anstrengung durch das zusätzliche Gewicht des Babybauchs braucht Dein Körper viel Flüssigkeit, um immer gut hydriert zu bleiben.

Zuletzt gibt es nur noch eines zu sagen: Stress Dich nicht und habe Geduld! Dein Körper und Dein Baby wissen, wann sie bereit sind für die Geburt. Bleib positiv und blicke der Geburt mit Vertrauen entgegen, denn Du, Dein Körper und Dein Baby ihr schafft das! Zehn Monate hast Du alles für die Entwicklung Deines Babys gegeben und schon ganz bald hältst Du Dein kleines Wunder endlich in den Armen.

Du möchtest noch mehr rund um den zehnten Schwangerschaftsmonat erfahren? In diesem Video erklärt Dir Hebamme Vivien, wie sich dein Baby und dein Körper zwischen der 27. und 40. Schwangerschaftswoche entwickeln:

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