positiver Schwangerschaftstest auf rosa Hintergrund

Schwangerschaftsanzeichen und der erste Schwangerschaftsmonat

Schwangerschaftsanzeichen und der erste Schwangerschaftsmonat

 

hebamme vivian hält lächelnd ein baby

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Hebamme Vivian entstanden.
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Neben dem Ausbleiben der Periode oder der typischen Morgenübelkeit, gibt es noch eine Reihe anderer Anzeichen, die darauf hindeuten können, dass Du schwanger . Dazu gehören zum Beispiel empfindliche und spannende Brüste, Müdigkeit, Schwindel oder auch vermehrter Harndrang. Ob und in welchem Ausmaß Schwangere in der Frühschwangerschaft Symptome verspüren, ist sehr unterschiedlich. Manche  merken bereits einige Zeit nach der Befruchtung, dass sie schwanger sind, andere erst, nachdem sie einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen halten.

Ab wann kann eine Schwangerschaft nachgewiesen werden?

Wenn sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnistet, produziert der Körper das Schwangerschaftshormon hCG (humanes Choriongonadotropin). Schon ca. sechs bis neun Tage nach der Befruchtung der Eizelle kann dieses Hormon in einem Bluttest beim Frauenarzt nachgewiesen werden. Ungefähr zwei Wochen nach der Befruchtung steigt auch der hCG-Wert im Urin, sodass ein Schwangerschaftstest aus der Drogerie oder Apotheke verwendet werden kann. Da der hCG-Wert zwei Wochen nach der Befruchtung immer noch unter der Nachweisgrenze liegen kann, ist es sinnvoll, immer den Morgenurin zu verwenden (hier ist die hCG Konzentration am höchsten). Ist der Test positiv, liegt sehr wahrscheinlich eine Schwangerschaft vor. Diese solltest du unbedingt von deinem Frauenarzt bestätigen lassen. Sechs Wochen nach dem ersten Tag der letzten Periode ist die Schwangerschaft auch im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung erkennbar.

In welcher Schwangerschaftswoche befinde ich mich?

light bulb

Die fruchtbaren Tage befinden sich in der Mitte eines Zyklus (Zykluslänge: 25-35 Tage) und halten meist sechs Tage an. In diesem kurzen Zeitraum kann eine Empfängnis eintreten. Da Spermien bis zu fünf Tage überleben können, kann auch Geschlechtsverkehr vor den fruchtbaren Tagen zu einer Schwangerschaft führen. Da der Zeitpunkt der Befruchtung nur schwer zu bestimmen ist, werden die Schwangerschaftswochen ab dem ersten Tag der letzten Periode berechnet. Du befindest dich zum Beispiel schon in der 4. Schwangerschaftswoche, obwohl seit der Befruchtung erst eine Woche vergangen ist.

 

Ab wann treten erste Schwangerschaftsanzeichen auf?

Ungefähr zehn Tage nach der Befruchtung, wenn der Körper anfängt hCG zu bilden, können erste Symptome einer Schwangerschaft auftreten. Du kannst also schon vor dem Ausbleiben deiner Periode Anzeichen einer Schwangerschaft verspüren. Hier unterscheidet man zwischen unsicheren und wahrscheinlichen Zeichen. Die unsicheren Schwangerschaftsanzeichen gelten deshalb als unsicher, weil man sie leicht mit den Symptomen verwechseln kann, die Frauen in der zweiten Zyklushälfte aufgrund von Hormonschwankungen haben (z.B. empfindliche Brüste, Heißhunger). Symptome wie Müdigkeit, Blähungen und Schwindel können ganz unabhängig von Schwangerschaft und Periode auftreten und auf Krankheiten, Unverträglichkeiten, Nährstoffmangel, etc. hindeuten.

Unsichere Schwangerschaftsanzeichen sind:

  • Schwindel
  • Empfindliche Brüste
  • Blähungen & Verstopfungen
  • Müdigkeit
  • Übelkeit & Veränderung von Geruchs-/Geschmackssinn
  • Heißhunger
  • Vermehrter Harndrang & Blasenschwäche
  • Vermehrter Ausfluss
  • Unterleibsschmerzen & leichte Blutung

Schwangerschaftsanzeichen, die ziemlich sicher auf eine Schwangerschaft hinweisen, werden als wahrscheinliche Schwangerschaftsanzeichen bezeichnet.

Wahrscheinliche Schwangerschaftszeichen sind:

  • Das Ausbleiben der Periode
  • Eine verlängerte Basaltemperatur

Schwangerschaftsanzeichen im ersten Trimester Infografik

Schwangerschaftsanzeichen im Detail

Müdigkeit

Ein Schwangerschaftsanzeichen, das schon vor dem Ausbleiben der Periode einsetzen und bis zum Ende des 3. Schwangerschaftsmonats anhalten kann, ist Müdigkeit und Erschöpfung. Grund dafür ist die erhöhte Produktion des Hormons Progesteron, welches die Einnistung der Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut sicherstellt und für eine stabile Schwangerschaft sorgt. Dabei hat Progesteron eine sehr beruhigende, fast schon sedierende Wirkung auf den Körper der Schwangeren. Extreme Müdigkeit und ein ungewöhnlich starkes Schlafbedürfnis können also sehr früh ein Anzeichen für eine Schwangerschaft darstellen.

Übelkeit und Veränderung von Geruchs-/Geschmackssinn

Eines der wohl bekanntesten Schwangerschaftsanzeichen, welches ungefähr 80% der Schwangeren betrifft, ist die Übelkeit. Sie tritt meistens zwischen der 5. und 12. Schwangerschaftswoche auf und reicht von einem Unwohlsein im Magen bis hin zu regelmäßigem Erbrechen. Grund dafür sind die Hormonveränderungen im Körper der Schwangeren, vor allem die Veränderungen und der Anstieg des Hormons hCG. Die Schwangerschaftsübelkeit kann nicht nur morgens, sondern über den ganzen Tag verteilt auftreten. In manchen Fällen gibt es hierfür keinen direkt Auslöser, in anderen ist sie auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Beispielsweise auf Gerüche, den Geschmack oder die alleinige Vorstellung von bestimmten Gerichten und Nahrungsmitteln (darunter z.B. Fisch, Eier oder Kaffee). Ganz typisch ist auch die starke Abneigung gegen Zigarettenrauch oder intensiv duftende Parfüms (bei diesem Phänomen könnte es sich um eine natürliche Schutzfunktion des Körpers handeln, da gewisse Substanzen schädlich für das Baby sind). Gegen die Übelkeit hilft es, direkt nach dem Aufwachen etwas Trockenes zu knabbern (z.B. Nüsse, Zwieback, Brot) und über den Tag verteilt häufiger kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen.

Diese Tipps können weitere Abhilfe bei Übelkeit in der Schwangerschaft schaffen:

  • ein Glas Milch am Morgen
  • Verzicht auf saure, fettige und deftige Nahrung
  • Zitronenwasser oder auch der Geruch von Zitronenschale
  • Kartoffelsaft

Heißhunger

Ein ebenfalls sehr bekanntes Anzeichen für eine Schwangerschaft sind die klassischen Heißhungerattacken. Schwangere haben nicht nur übermäßig viel Appetit, sondern auch Gelüste auf eher ungewöhnliche Nahrungsmittelkombination, wie zum Bespiel Essiggurken mit Eiscreme oder Nutella. Warum diese Heißhungerattacken entstehen, ist wissenschaftlich noch nicht belegbar. Du denkst, der Heißhunger kommt daher, dass die Schwangere „für zwei“ essen muss? Da liegst Du falsch, denn diese Aussage ist ein Mythos (wenn Du Dich für Schwangerschaftsmythen interessierst, klicke hier!). Es könnte aber sein, dass die Gelüste durch einen erhöhten Nährstoffbedarf entstehen oder an den Hormonumstellungen der Schwangeren liegen. Die Lust auf Schokolade könnte beispielsweise daher kommen, dass (dunkle) Schokolade besonders viel Magnesium enthält und der Bedarf an Magnesium in der Schwangerschaft steigt. Wie auch zum Vorbeugen der Übelkeit hilft auch bei Heißhungerattacken das regelmäßige Essen von vielen kleinen Mahlzeiten.

Schwindel

In den ersten Schwangerschaftsmonaten muss der Körper der werdenden Mama mehr rote Blutkörperchen bilden, um die ausreichende Sauerstoff-Versorgung von Mama und Baby zu gewährleisten. Um sich auf das höhere Blutvolumen einzustellen, sinkt meist der Blutdruck. Deswegen kann es bei langem Stehen oder Sitzen zu Schwindel und Kreislaufattacken kommen. Um dem Entgegenzuwirken sind Wechselduschen, ausreichend Sport und Bewegung sowie Bürstenmassagen hilfreich.

Empfindliche Brüste

Zu den frühen Schwangerschaftsanzeichen zählen außerdem empfindliche, spannende, ziehende, geschwollene oder vergrößerte Brüste. Brustwarzen werden dabei meist ebenfalls größer und verfärben sich dunkler. Dazu kommt bei einigen Frauen eine unterschiedlich ausgeprägte Berührungsempfindlichkeit/ Schmerzen. Tipps, um das Spannungsgefühl und eventuelle Schmerzen in den Brüsten zu mindern, findest du hier.

Blähungen und Verstopfung

Da der Körper einer Schwangeren viel Progesteron produziert, kann es zu Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Verstopfungen kommen. Progesteron führt nämlich dazu, dass sich die glatte Muskulatur (Muskulatur, die wir nicht bewusst anspannen können) entspannt. So verlangsamt sich die Darmbewegung und die Nahrung verweilt länger im Darm. Die verlangsamte Verdauung sorgt zwar dafür, dass die Nahrung besser verdaut werden kann, aber auch dafür, dass ihr viel Wasser entzogen wird und sie anfängt zu gären. Das kann dann zu Verstopfungen und Blähungen führen. Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet, desto mehr drückt die Gebärmutter auf die Verdauungsorgane. Verdauungsprobleme sind also während der gesamten Schwangerschaft nicht selten.

Vermehrter Harndrang & Blasenschwäche

Durch die Zunahme des Blutvolumens und die damit verbundene stärkere Durchblutung hat die Niere mehr zu tun und produziert somit größere Mengen an Urin. Dadurch entsteht wiederum häufiger Harndrang. Das Hormon Progesteron entspannt nicht nur die Darmmuskulatur, sondern auch den Schließmuskel der Blase. Wird der Beckenboden belastet (z.B. beim Niesen oder Lachen), kann die Schwangere unbewusst ein bisschen Urin verlieren. Bei fortgeschrittener Schwangerschaft kommt hinzu, dass die wachsende Gebärmutter auf Beckenboden und Blase drückt. Das begünstigt sowohl häufigen Harndrang als auch Blasenschwäche. Mit gezieltem Beckenbodentraining können Schwangere diese Beschwerden nicht nur gut behandeln, sondern auch vorbeugen.

Das Hormon Progesteron entspannt nicht nur die glatte Muskulatur, sondern stellt auch die Harnwege weit. Harnwegsinfekte, wie Blasenentzündungen, können so leichter entstehen. Treten also Beschwerden auf, die typisch für einen Harnwegsinfekt sind, wie z.B. Brennen beim Wasserlassen oder Schmerzen, sollte unbedingt ein Arzt kontaktiert werden.

Vermehrter Ausfluss

Durch die hormonbedingte stärkere Durchblutung produziert nicht nur die Niere mehr Urin, sondern auch die Scheide mehr Feuchtigkeit. Das zeigt sich in der Regel durch vermehrten Ausfluss. Ist dieser cremig-weiß, geruchslos und dünnflüssig besteht kein Grund zur Sorge. Verändern sich jedoch Geruch und Farbe in Kombination mit Symptomen wie einem Brennen und Jucken, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Bakterielle Infektionen oder andere Krankheiten sollten so schnell es geht behandelt werden.

Unterleibsschmerzen & leichte Blutung

In der 4. Schwangerschaftswoche, also ca. eine Woche nach der Befruchtung, kann die Einnistungsblutung auftreten. Dabei handelt es sich um eine helle schwache Blutung in Begleitung mit einem leichten Ziehen im Unterleib. Diese Symptome können auch leicht mit einer beginnenden Periode verwechselt werden.

Ausbleiben der Periode

Eines der sichersten Anzeichen einer Schwangerschaft ist das Ausbleiben der Periode. Die monatliche Periode kann sich aber auch aus anderen Gründen sehr stark verspäten oder komplett ausbleiben. Das ist z.B. bei psychischem Stress, Untergewicht oder starkem Gewichtsverlust, Krankheiten und Hormonstörungen (wie z.B. nach Absetzen der Pille) der Fall. Hundertprozentige Sicherheit bringt also auch bei diesem Schwangerschaftsanzeichen erst ein Schwangerschaftstest.

Erhöhte Basaltemperatur

Die Basaltemperatur wird auch als Aufwachtemperatur bezeichnet, denn sie ist die Körpertemperatur die man morgens nach dem Aufwachen noch vor dem Aufstehen hat. Mithilfe der Basaltemperatur können bei regelmäßigem Messen die fruchtbaren Tage bestimmt werden. Beim Eisprung steigt die Basaltemperatur leicht an, bleibt dann ein paar Tage erhöht und sinkt kurz vor der Menstruation wieder ab. Wenn die Basaltemperatur nach dem Eisprung nicht absinkt, sondern mehr als 18 Tage erhöht bleibt, bist Du wahrscheinlich schwanger.

Wenn Du erfahren möchtest, was sonst noch so im ersten Schwangerschaftsmonat passiert, schau Dir das Video von Hebamme Vivien an:

 

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